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| Damals Die Geschichte der DRK-Bereitschaft Schlich Der folgende Text ist aus der Festschrift zum 75. jährigen Jubiläum der DRK-Bereitschaft Schlich. Sie wurde erstellt von Rudi Schoenen.
Vorbemerkung Zu Beginn ein herzliches Dankeschön an die Herren Josef Heinrichs aus Langerwehe und Georg Refisch aus D´horn, die sich beide um die Dokumentation der Geschichte unserer Bereitschaft verdient gemacht haben. Herr Heinrichs recherchierte aus wenigen noch erhalten gebliebenen Dokumenten die Gründungszeit von 1920 bis zum 50jährigen Bestehen im Jahre 1970 und verfasste die zu diesem Anlass erstellte Festschrift. Herr Refisch führte die Dokumentation im 5- Jahresrhythmus bis zum 70 jährigen bestehen fort. Stützend auf diese vorliegenden, anerkennenswerten geschichtlichen Ausarbeitungen der Herrn Heinrichs und Herrn Refisch kann diese Festschrift Ihnen, liebe Leser, vorgestellt werden.
Die wenigen über die Kriegsereignisse erhalten gebliebenen Dokumente lassen eine eindeutige Fixierung des Gründungsjahres unserer Bereitschaft nicht zu. An folgendem Sachverhalt ist das aus den noch vorliegenden Unterlagen zu erkennen. Der „Jahresbericht der freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz für den Amtsbezirk Echtz für das Geschäftsjahr 1929" vom 3. März nennt als „Gründungstag und -jahr der Vereinigung" den 19. Dezember 1926.
Eine in den Akten befindliche chronologische Übersicht über den Werdegang der Bereitschaft nennt das Gründungsjahr 1912, vermerkt aber ferner unter 1956 den aus Altersgründen erfolgten Rücktritt des Bereitschaftsführers Peter Broichgans, welcher 50 Jahre lang die Führung innegehabt habe. Diese Angaben ließen gar auf ein Bestehen der Bereitschaft im Jahre 1906 schließen. Schließlich lässt noch eine Aufstellung der Mitglieder, welche der Bereitschaft 25, 40 oder 50 Jahre angehörten, in zwei Fällen auf das Jahr 1921, in einem Fall auf das Jahr 1911 zurückrechnen.
Eine Befragung der im Jahre 1970 noch lebenden Sanitäter aus den zwanziger Jahren ergibt einhellig den folgenden Tatbestand: Schon vor der offiziellen Gründung der Bereitschaft, damals „Freiwillige Sanitätskolonne" genannt, hatten sich um das Jahr 1920, nachdem die ersten Wirren des militärischen und politischen Zusammenbruchs überwunden waren, ideal gesinnte Männer gefunden, die unter dem Zeichen des Roten Kreuzes hilfsbedürftigen Menschen beistehen wollten.
Herr Peter Broichgans, der schon vor dem Kriege im Ort „Erste Hilfe" geleistet und im Kriege als Sanitäter gedient hatte, führte die Gruppe und stellte ihr den Raum zur Verfügung. Die Ausbildung leitete der Arzt Dr. Groß aus Langerwehe. Die erwähnte offizielle Gründung der freiwilligen Sanitätskolonne des Amtes Echtz erfolgte durch den damaligen Bürgermeister Joussen, welcher in den Folgejahren auch Vorsitzender war. Als Kolonnenführer fungierte Herr Peter Broichgans, Merode; als dessen Stellvertreter Herr Josef Neffgen, Echtz. Kolonnenarzt war Dr. Groß, Langerwehe. Zum Zeitpunkt der Gründung zählte die "Freiwilligen Sanitätskolonne des Amtes Echtz" 16 Mitglieder. Während des Krieges erhielt die Kolonne die Bezeichnung "DRK-Bereitschaft Echtz". Seit den 1. Juli 1973 trägt die Bereitschaft offiziell den Namen "DRK-Bereitschaft Schlich". Diese Namensänderung erfolgte im Zuge der kommunalen Neugliederung.
Werdegang der DRK-Bereitschaft Schlich
Zum Zeitpunkt der Gründung zählte die Sanitätskolonne 16 aktive Mitglieder. Bis zum Jahr 1929 stieg die Zahl der aktiven Mitglieder auf 29 an. In 96 Fällen wurden 1929/30 die Mitglieder zu Hilfeleistungen herangezogen.
Die Wohnungen der Sanitäter waren damals durch weiße Hinweisschilder mit rotem Kreuz als Unfallmeldestellen gekennzeichnet, so konnte jeder bei nicht allzu ernsten Verletzungen die Hilfe des Rotkreuz-Helfers in Anspruch nehmen. Eine gute Sache, denn leider war nicht in jedem Dorf ein Arzt ansässig. So war es dann schon recht umständlich, einen Arzt zu erreichen.
Hier ein kleiner Auszug aus dem Rapport für 1930:
Man sieht: ein breiter Fächer vieler möglicher Verletzungen, deren sofortige und sachkundige Behandlung gewiß ernstere Folgen vermieden haben mag. Besonders stolz darf die Sanitätskolonne darauf sein, daß durch schnelles und sachkundiges Eingreifen bei einem schweren Verkehrsunfall ein Menschenleben gerettet wurde.
Der Bericht vom 15.7.1930 meldet:
Die Sanitätskolonne des Amtes Echtz wurde auch beim Alsdorfer Grubenunglück am 21. Oktober 1930, bei dem über 20 Tote zu beklagen waren, zur Hilfeleistung eingesetzt. Weiterhin standen auch Sportwachen bei Fußballspielen und Radrennen, Wachen bei Gottesdiensten und diversen regionalen Veranstaltungen, Unfalldienste an Landstraßen u.v.m. auf dem Dienstplan.
In vereinzelten Fällen haben Ärzte besondere Pflege- und Hilfsdienste an schwer-kranken Männern zuverlässigen Sanitätern übertragen.
Bei Fliegerangriffen auf Düren und Köln mussten auch hiesige Rotkreuz-Helfer mehrfach herangezogen werden. Bild der Sanitätskolonne 1927-1928 Der Krieg setzte der erfreulichen Aufwärtsbewegung der RK-Arbeit ein Ende. Die erst 1935 nach gründlicher Ausbildung in die Bereitschaft aufgenommenen 12 jungen Männer und noch viele andere dazu wurden zum Wehrdienst einberufen. Einige von ihnen fielen, andere wurden verwundet. Die aus dem Kriege Zurückkehrenden schlossen sich fast alle trotz eigener Not und Bedürftigkeit und in manchen Fällen trotz eigener Wunden und Gebrechlichkeit zur Fortsetzung ihrer RK-Hilfstätigkeit zusammen.
Es fehlten Ausrüstungsgegenstände und Verbandmaterial, es fehlten aber vor allem die Männer in den besten Jahren, das sogenannte Mittelalter der Bereitschaft. Die Lücke, die der Krieg in deren Reihen gerissen hatte, blieb jahrelang spürbar. Um so verdienstvoller war es, dass der Lehrer Günther Borsutzki seine Meroder Schuljugend in Erster Hilfe unterwies. 1954 legten 22 Schülerinnen und Schüler die Prüfung mit gutem Erfolg ab.
Bereitschaftsarzt blieb bis zu seinem Tod Herr Dr. Groß. Sein Nachfolger wurde Herr Demmer bis zu seinem Weggang von Langerwehe. Von da ab stand Herr Dr. Pottgießer aus Pier der Bereitschaft mit Rat und ärztlicher Hilfe zur Seite.
Im Jahre 1956 wurde Bereitschaftsführer Peter Broichgans aus Altersgründen von seinem Amte entlastet. Seine über 50jährige Tätigkeit im Roten Kreuz wurde später mit der Verleihung der goldenen Ehrennadel belohnt. Herr Broichgans wurde später zum Ehrenbereitschaftsführer ernannt.
Zu seinem Nachfolger wurde Herr Michael Mertens bestellt. In seiner Amtszeit fällt auch die Anschaffung der Bereitschaftsfahne. Erster Fähnrich der Bereitschaft war Hans Josef Pelzer. Im Jahre 1958 übernahm Kamerad Fritz Dienstknecht die Führung der Bereitschaft. Die Gemeinde D'horn stellte der Bereitschaft einen Raum für ihre Ausbildungsveranstaltungen in der alten Schlicher Schule unentgeltlich zur Verfügung. Der Bestand an Ausrüstungsgegenständen, Hilfsgeräten und Verbandmaterialien im Jahre 1859 war beachtlich. Wie dem jeden Sonntag zu besetzenden Eifeldienst, so kam auch dem Bereitschaftsdienst an den Autobahnen ende der 60iger Jahre besondere Bedeutung zu. Sonntäglich mussten die Helfer, in Abwechslung mit anderen Bereitschaften, die Autobahnwache auf der A4 Köln-Aachen übernehmen. Stationiert war man dann con 7.00 Uhr bis 21.00 Uhr in der Autobahnstation Eschweiler. In einigen Fällen haben die Helfer dann Einsätze fahren können. Der Chronist erinnert sich noch gut daran, das die Helfer sich um jeden Preis um diesen Dienst drücken versuchten, eben weil er sehr langweilig war. Der Autobahndienst wurde 1977 für die Bereitschaften eingestellt und ganz vom Rettungsdienst übernommen. Seit 1968 ist die Bereitschaft Mitgliedsverein der Interessengemeinschaft der Pfarre D'horn.
Im Jahre 1970 nahm die Bereitschaft Schlich zum ersten Mal an der Betreuung des Radrennens "Rund um Düren" teil. Dieser wichtige Sanitätsdienst steht bis heute auf unserem Dienstplan. Eifeldienst im Jahre 1965 Kamerad Georg Refisch wurde 1970 als Nachfolger von Herrn Erkens zum Katastrophenschutzbeauftragten des Kreisverbandes Düren ernannt. 1973 übernahm er ebenfalls den Kreisverband Jülich mit seinen Aufgaben als K-Beauftragter des DRK. Diese Tätigkeit führte Kamerad Refisch bis Mitte1995 aus, d.h. 25 Jahre. Für diese langjährigen Dienst sprechen wir Lob und Anerkennung aus. Im Jahre 1070 konnte die Bereitschaft auf ihr 50jähriges Bestehen zurückblicken. Dieses Jubelfest stellte einen wesentlichen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte dar, das vom 12,-15 Juni 1970 gefeiert wurde. Die Schirmherrschaft hatte Amts und Gemeindedirektor Friederich Vohlen, der auch gleichzeitig als Bereitschaftsleiter der Bereitschaft Echtz fungierte, übernommen. Leider verstarb Herr Vohlen kurz vor unserem Jubelfest am 19. Mai 1970. Damit verlor die DRK-Bereitschaft einen guten Freund, der sich stets für die Belange der Bereitschaft einsetzte. Die Schirmherrschaft übernahm stellvertretend für Herrn Vohlen der damalige stellvertretende Amts- und Gemeindedirektor Herr Gerhard Meusch. Zum Jubelfest 1970 wurde eigens ein Ehrenausschuss gebildet, der sich aus Vertretern des Kreises Düren, des DRK-Kreisvorstandes, Vertretern des Amtes und der Gemeinden D'horn Geich, Obergeich und Echtz, Vertretern der Kirche und der Bürgerschaft zusammensetzte. DRK-Schlich 1970 Männerbereitschaft 1970 Damenbereitschaft 1970 1971 hat die Bereitschaft zum ersten mal an der Altkleidersammlung teilgenommen. Der Bezirk war groß. Er umfasste die Ortschaften Oberzier, Niederzier, Huchem-Stammeln, Merken, Hoven, Mariaweiler, Echtz, Konzendorf, Geich, Obergeich, Gürzenich, Derisweiler, Schlich, D'horn und Merode. Unsere Helfer waren rund 12 Stunden im Einsatz. Kreisweit wurden damals rund 100 t gesammelt. Im Jahre 1972 übernahm die Bereitschaft erstmalig die Betreuung anläßlich der Anna-Kirmes, die heute vorwiegend von den Kameraden der Bereitschaft Düren betreut wird. Die Namensänderung von "Bereitschaft Echtz" in "Bereitschaft Schlich" erfolgte am 1. Juli 1973 auf Antrag der Bereitschaftsmitglieder. Dies war auf Grund der damaligen kommunalen Neugliederung geschehen. Ein Jahr später wurde eine neue Standarte angeschafft. Die Kosten übernahm der Kreisverband Düren.
1980 konnte die Bereitschaft 60jähriges Bestehen feiern. Mit dabei waren neben den Einheiten des Kreisverbandes Düren auch die befreundeten Bereitschaften aus Wuppertal und Krefeld Fischeln. Diese Kontakte wurde durch unsere Kameraden Georg Refisch und Norbert Fiebiger geknüpft.
Die Frauengruppe innerhalb der gemischten Bereitschaft Schlich arbeitet seit 1962, die zu diesem Zeitpunkt 12 Helferinnen umfasste. Sie wurde seit dieser Zeit von Anneliese Dienstknecht, Marlene Horsch, Sophie Schain Natus, und ab 1982 von Maria Münstermann betreut. Seit 1992 nimmt Bereitschaftsführer Tony Meyer mit Unterstützung vom Kameradin Marlies Schoenen diese Aufgabe wahr. Helfen, Pflegen, Versorgen und Dienen sind Tugenden, die in hohem Maße der Frau eigen sind. Die Mitarbeit im Roten erfordert den Einsatz dieser Tugenden über den Kreis der eigenen Familie und über den häuslichen Bereich hinaus für jeden kranken, schwachen und hilfsbedürftigen Menschen. Bereits lange vor dem 2. Weltkrieg haben Frauen des hiesigen Bereich als Rotkreuz-Helferinnen im Zuge Langerwehe mitgearbeitet und sich dort bei der Betreuung und Pflege scharlachkranker Menschen bewährt Rotkreuzgruppe 1985 Die speziellen Aufgabe der Frauen sind: Hilfe bei Blutspendeaktionen, häußliche Krankenpflege, Familienbetreuung in Notfällen, Versorgung kranker und Verletzter Personen sowie schon oft die Verpflegung der sich im Einsatz befindlichen Helfer, Feuerwehrkräfte o.ä. Ebenso wertvoll sind die Dienste der Frauen bei ihrer Hilfe bei Seniorennachmittagen, Töpfermarkt, Eifelmarkt, sportliche und kulturelle Veranstaltungen. Damenbereitschaft 1995 Besonders engagiert sind unsere Helferinnen und Helfer bei den örtlichen Blutspendeterminen in Schlich, Gürzenich, Mariaweiler Niederzier und der Fa. Th.J.Heimbach in Mariaweiler. Unsere Herren übernehmen in erster Linie die Vorbereitung und Betreuung der Blutspender vor, während und nach der Blutspende am Spendebett. Nicht vergessen darf man die Kinder und Jugendlichen der JRK-Gruppe, die hier immer kräftig zupacken. Ihre Aufgaben sind, natürlich mit Unterstützung der "Älteren", ankommende Blutspender zu registrieren, Fieber messen, Puls fühlen, Blutspendeausweise stempeln, Ehrennadel, Urkunden Schokolade auszuhändigen und anfallende Laufarbeiten u.v.m. zu erledigen. Ihnen sei für diese Lobenswerte Tätigkeit herzlichst gedankt. Ebenfalls gebührt Dank und Annerkennung den lieben Helferinnen und Helfern des Blutspendeteams aus Breitscheid, sowie den Ärztinnen und Ärzten, mit denen wir über die vielen Jahre hinweg immer eine gute Zusammenarbeit erfahren haben. Unsre Frauenriege übernimmt die Verpflegung und Betreuung der Blutspenderinnen und Blutspender. "Das Auge will auch was haben", so Kameradin Marlies Schoenen. Unter diesem Motto werden die Blutspender nach ihrer Spende zu einem Imbiss eingeladen. An einem reich gedeckten, mit Blumen und Servietten verzierten Tisch laden die RK-Frauen nicht nur zu einer frischen Tasse Kaffee und belegten Brötchen, sondern auch zu einem gemütlichen Plausch ein. Das Rote Kreuz sieht den Blutspendedienst als eine seiner wichtigsten Verpflichtungen an. Die Bereitschaft Schlich ist bisher wie auch in Zukunft eifrig Bemüht, im eigenen Bereich und darüber hinaus in diesem Sinne zu werben und darüber hinaus bei den Aktionen zu Helfen. Unsere RK-Helfrinnen und Helfer gehen aber auch als Spender mit gutem Beispiel voran. Viele von ihnen sind schon für zigfaches Blutspenden ausgezeichnet worden. An dieser Stelle danken wir allen Blutspenderinnen und Blutspender für ihr wertvolles Opfer und die immerwährende Spendenbereitschaft. An die übrigen Bürger ergeht die ebenso herzliche Bitte um eine Blutspende! Noch zum Zeitpunkt des 50jährigen Jubiläums traf man sich zu Ausbildungsveranstaltungen in der alten Schlicher Schule. Wenig später zeichnete sich ab, das die alte Schule wegen des baulichen Zustand abgerissen werden sollte. Damit ergab sich die Frage wegen des weiteren Verbleibens der Einheit, die ohnehin an drei Stellen im Ort untergebracht war. Der Versammlungsraum befand sich in der alten Schule, die Garagen am Schützenplatz und die Materialkammer in der Eifelstraße. Dieser Zustand bedurfte einer baldigen Änderung, da jederzeit die Situation des Zeitverlustes bei Einsätzen bestand, insbesondere dann, wenn sich die Einheit an drei Stellen für den Einsatz vorzubereiten hatte. So wurde die Bereitschaftsführung bei der Gemeinde D'horn vorstellig, um diese Sorgen vorzutragen. Zur freudigen Überraschung fand die Bereitschaftsführung - die wesentlichen Verhandlungen führte der amtierende Bereitschaftsführer Fritz Dienstknecht und der Geschäftsführer Georg Refisch - schnell Gehör beim damaligen Amtsdirektor Vohlen und dem Gemeinderat, an dessen Spitze Bürgermeister Ürlings stand. So beschloss der Rat der Gemeinde D'horn am 24.02.1970, im Bereich des Feuerwehrgerätehauses ein Bereitschaftsheim in Schulklassengröße zu bauen. Mit der Planung wurde Architekt Alfons Schmitt beauftragt. Nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit konnte das Heim am 09.09.1972 eingeweiht werden. An den Baukosten von rund 60.000 DM hat sich der DRK-Kreisverband mit 10.000 DM beteiligt. Aus besonderer Dankbarkeit für die Mithilfe bei der Erstellung des Heimes wurden Frau Vohlen (für den verstorbenen Amtsdirektor Vohlen), Herr Meusch, Herr Wamig, Herr Heinrichs und Herr Schmitt zu Ehrenmitgliedern der Bereitschaft ernannt. Mit dem Bezug des neuen Heimes, das heute nach den Erkenntnissen des Zeitgerechten Unterricht weitgehend ausgestattet ist, konnte eine Intensivierung der Ausbildung festgestellt werden. Darüber hinaus bietet dieses Heim im Einsatz einen optimalen Anlaufpunkt, weil die unmittelbare Verständigung mit der Feuerwehr gegeben ist. Sicherlich musste im Laufe der Jahre unser Heim mehrfach renoviert werden. Im Jahreswechsel 94/95 ist es der Initiative unseres Kameraden Peter Schmitz zu verdanken, das unser Bereitschaftsheim im Neuen Glanz erstrahlt. In allen Räumen wurden Holzdecken eingezogen. Ebenso erhielt unsere Unterkunft einen neuen Anstrich sowie nach 23 Jahren endlich neue Gardinen. Finanziell unterstützt haben uns dabei die Gemeinde Langerwehe, der DRK-Kreisverband Düren und die Spenden für die seit 3 Jahren von uns organisierten Parkplatzdienste beim Eifel, -und Töpfermarkt in Langerwehe. Während bei der Gründung der Bereitschaft 16 Mitglieder zu verzeichnen waren, betrug 1970 die Bereitschaftsstärke 53 Frauen und Männer. Der Umfang der verschiedenen Rotkreuzdienste betrug rund 4.000 Stunden. In den Folgejahren wechselte die Bereitschaftsstärke unwesentlich bis zur heutigen Stärke von 55 Personen. Die Einsatzstunden variieren. Bedingt durch das ständige Erweitern unserer Aufgaben, die auch aus der Mitarbeit der Einheit im Katastrophenschutz zu sehen ist, wies der Jahresbericht 1994 einen Umfang von 14.000 Einsatzstunden auf. Rechnerisch bedeutet dies, dass pro Helfer jährlich rund 250 Stunden Tätigkeit im Rote Kreuz und damit auch für die Allgemeinheit aufgebracht wurden. Im Bereich der Führung der Bereitschaft fanden 1974 und 1977 Neuwahlen statt. Im Jahre 1974 löste Bereitschaftsführer Clemens Bachem seinen Vorgänger Fritz Dienstknecht ab, der 15 Jahre die Bereitschaft geführt hatte. Auf Vorschlag der Bereitschaftsführung wurde Fritz Dienstknecht vom Kreisverband Düren zum Ehrenbereitschaftsführer ernannt.
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